Auf Europa ist Ousmane Faye nicht gut zu sprechen. „Das Meer ist von den internationalen Fischtrawlern ausgeplündert worden“, sagt der Mann aus dem westafrikanischen Land Senegal, „und wir Fischer bezahlen die Rechnung.“ Wieder einmal haben er und seine Arbeiter nur etwa 100 Kilogramm Schwertfisch, Rochen und Thunfisch gefangen.
Mitte der 1990er-Jahre waren es noch bis zu vier Tonnen. Viele Fischer machen deshalb ihr Boot für die letzte Fahrt klar: die gefährliche Passage über 200 Kilometer zu den Kanarischen Inseln in die EU.
Die Trawler aus Europa sind längst vom Horizont verschwunden. Die schwimmenden Fischfabriken sind weitergezogen, dahin, wo es noch Thunfisch und anderes zu holen gibt. Die Gewässer des Senegal sind leergefischt.
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