Angesichts schwindender Erdölvorräte wächst das Interesse, Treibstoffe aus Energiepflanzen zu gewinnen, zum einen Bioethanol aus stärkehaltigen Pflanzen wie Zuckerrohr, Mais und Weizen, zum anderen Biodiesel direkt aus Raps, Soja und Ölpalmen.

Grundsätzlich ist die Idee, fossile Rohstoffe durch nachwachsende zu ersetzen, richtig. Da die Industrieländer den Bedarf an Energiepflanzen allerdings nicht durch Eigenproduktion decken können, sind sie in hohem Maße auf Importe aus Entwicklungsländern angewiesen. In diesen Ländern besteht die Gefahr, dass sich eine zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen Energie- und Nahrungspflanzen entwickelt. Das kann vor allem die Versorgung der einheimischen Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln, wie Mais, Weizen und Reis, derartig verteuern, dass insbesondere die Ärmeren von Hunger bedroht sind. „Volle Tanks – leere Mägen“ ist in manchen Ländern bereits Realität.

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