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Staatl. Gewerbeschule Hamburg, Berufsbildende Schule
Die Bewerbung dieser Schule überzeugte, weil die beschriebene Begegnung von Schülern hier und anderswo beispielhaft auf Augenhöhe stattfindet. Berufsschüler werden an dieser Schule in den Bereichen Holz, Farbe und Textil ausgebildet und haben innerhalb ihrer Ausbildung Teil an Partnerschaften mit Einrichtungen in Mosambik. Diejenigen, die an den regelmäßig stattfindenden Austauschen teilnehmen, begegnen sich über ihr fachliches Können. Die Schüler kommen darüber in Kontakt, vermitteln sich gegenseitig unterschiedliche Techniken. Über den fachlichen Austausch werden „nebenbei“ interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Zudem versucht man über diese Schulpartnerschaft auch die Infrastruktur der Partner in Mosambik sukzessive auszubauen und auch dort dann positive Aspekte mit in Gang zu setzen. Weiterhin haben die Aktivitäten der Schule auch einen integrativen Charakter hier in Deutschland, durch die Herkunft der Schüler, die häufig einen Migrationshintergrund haben.
August-Macke-Schule Bonn, Hauptschule
Der Name des Beitrags „Dhungumun - Ihr habt mit mir gesprochen; Datanglah - Kommt alle; Dingeen gis - Ihr werdet sehen, hören, mitmachen“ bezeichnet die vielfältigen Aktivitäten der Schule, die insbesondere einen Perspektivenwechsel deutlich machen.
Das Schulprofil zeigt sehr deutlich, dass die Schule es schafft, in der Organisation ihrer schulischen Aktivitäten den Lernbereich Globale Entwicklung zu verankern, indem sie regelmäßig Jahresthemen sowie durchgehende Arbeitsfelder zu einzelnen Aspekten des Lernbereichs schaffen. Unter anderem betreibt die Schule eine Schülerfirma, die auf Fair-Trade-Produkte spezialisiert ist.
Schillergymnasium Münster, Gymnasium
Die Schule unterhält eine Partnerschaft mit einer Grundschule und einer Berufsschule in Namibia. Im Rahmen dieser seit 2000 bestehenden Partnerschaft finden gegenseitige Austausche und Besuche statt. Die Schüler beschäftigen sich in Workshops, Unterrichtseinheiten und interkulturellen Themenabenden mit Themen wie nachhaltiger Entwicklung, Umwelt und Medienkompetenz. Der Schule geht es dabei um Wissenserwerb, aber auch, um „handfeste Resultate“, so haben sie u. a. eine Warmwasseranlage gebaut und einen Spielfilm produziert, der in Namibia im Staatsfernsehen als Kinderunterhaltung gezeigt wird.
Berufsbildende Schule 3 der Region Hannover
Die Schule nutzt ihre handwerkliche Ausrichtung, um Partnerschaften auf Augenhöhe zu leben. Seit 1998 pflegt sie eine Partnerschaft mit einer Berufsschule in Tansania. Die Schüler lernen wechselseitig, indem sie mit den Schülern in Tansania zusammen Projekte durchführen – in Tansania und in Deutschland. Dadurch findet ein Wissenstransfer statt. Als Schule für Berufe am Bau sind die Aktivitäten thematisch auf das Thema Wasser fokussiert: Abwasser, Trinkwasser, Wasserqualität.
Städtisches Gymnasium Haan, Gymnasium
Die Aktivitäten des Gymnasiums Hahn aus Nordrhein-Westfalen zentrieren um eine Schulpartnerschaft mit einer Schule im Senegal, sind dabei aber nicht additiv angegliedert, sondern sozusagen „organisch daraus erwachsen“ und zusammenhängend. Verknüpfungen sind festzustellen zu allen möglichen Aktivitäten, bis hin zur Einbindung in das Schul-Curriculum mit Hinweis auf den Kompetenzerwerb. In das Projekt werden regelmäßig eine Vielzahl von Akteuren eingebunden: Private Sponsoren, Eltern, Schüler, Lehrer, Schulleitung oder öffentliche Sponsoren. Insgesamt nimmt der Themenbereich Globales Lernen an dieser Schule eine zentrale Stellung ein und wird Schwerpunkthema besonders gefördert.
Die Christopherusschule Bonn ist eine Förderschule, an der Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen unterrichtet werden. Die Schule unterhält seit 2002 eine Partnerschaft zu der Behinderteneinrichtung UTAIM EI MAY in Tunesien. Seit 2005 besuchen sich die Kinder und Jugendlichen der beiden Schulen regelmäßig. Bisheriger Schwerpunkt dieser Treffen: „Wir treffen uns, um gemeinsam zu lernen und zu arbeiten. Dabei zeige ich dir, wie ich lebe, wo ich wohne und was ich gerne mache“. Im November 2010 sowie im September 2011 sollen diese Schülerbegegnungen unter dem Thema „Ich zeige dir meine Hauptstadt – Du zeigst mir deine“ fortgesetzt werden.
Die Christopherusschule wurde von der Jury für den Sonderpreis ausgewählt, weil sie ein beispielhaftes Partnerschaftsprojekt durchführt, das „auf Augenhöhe“ stattfindet. Die Aktivitäten zeigen, dass eine gelungene Nord-Süd-Partnerschaft nicht von Intellekt und Wissen abhängen, sondern ganz einfach darauf beruht, dass Menschen sich begegnen, die ähnliche Lebensgrundlagen haben. Der Preis finanziert einen Schüleraustausch mit einem Entwicklungsland und soll die Arbeit der Schule bestätigen.
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