SCHULJAHRESBEGINN 2019/2020: AUSSCHREIBUNG DER NEUNTEN WETTBEWERBSRUNDE

Wieso schwimmt immer mehr Plastikmüll in unseren Weltmeeren? Was für Folgen hat die Erderwärmung für unsere Lebenswelt? Und welche Auswirkungen hat unser Konsumverhalten weltweit? Fragen, die nicht nur Erwachsene beschäftigen. Auch Kinder und Jugendliche machen sich hierzu Gedanken und überlegen, was diese Themen für die EINE WELT bedeuten und welche Handlungsoptionen sie selbst dabei haben. Genau hier knüpft der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ an. Unter dem Motto „Meine, deine, unsere Zukunft?! Lokales Handeln – globales Mitbestimmen.“ startet der Wettbewerb im September 2019 in seine neunte Runde.

Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Jahrgangsstufen sind dazu aufgerufen, sich mit eigenen und fremden Vorstellungen von einem zukunftsfähigen Zusammenleben in der EINEN WELT auseinanderzusetzen und ihre Möglichkeiten zur demokratischen Mitgestaltung dieser Zukunft auszuloten: In welchen Themenfeldern werden Entscheidungen getroffen, die ausschlaggebend für eine nachhaltige Entwicklung sind? Wie und wo kann ich mich in meinem Umfeld, in meiner Schule, in meiner Stadt, im Rahmen zivilgesellschaftlicher Initiativen oder bei politischen Jugendorganisationen für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen? Und wie kommt man eigentlich zu einer gemeinsamen Entscheidung, wenn verschiedene Personen und gesellschaftliche Gruppen ganz unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie die Zukunft aussehen soll?

Diese und weitere Fragen haben Platz in den Wettbewerbsbeiträgen der Kinder und Jugendlichen. Ob Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder digitale Arbeiten – gesucht werden vielfältige, ideenreiche Projekte, Konzepte und Handlungsideen in jeder denkbaren Form.

Die Auseinandersetzung soll dabei nicht nur themenspezifisch erfolgen, sondern auch den Erwerb von Kompetenzen fördern, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ihre Vorstellung von einer lebenswerten Zukunft umzusetzen. In der neunten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik stehen somit insbesondere die Kompetenzen im Vordergrund, die den Schülerinnen und Schülern Partizipation und Teilhabe ermöglichen.

Dies sind zum Beispiel

  • die Unterscheidung verschiedener Handlungsebenen, die Trennung von Fakten und deren Bewertung sowie ein bewusster und kritischer Umgang mit unterschiedlichen Wissensquellen (auf der Ebene „Erkennen“),
  • Perspektivwechsel und Empathie, das heißt, sich eigene und fremde Wertorientierungen in ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung bewusstmachen, würdigen und reflektieren (auf der Ebene „Bewerten“),
  • die Auseinandersetzung mit den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung, sprich die Schülerinnen und Schüler können und sind aufgrund ihrer mündigen Entscheidung bereit, Ziele der nachhaltigen Entwicklung im privaten, schulischen und beruflichen Bereich zu verfolgen und sich an ihrer Umsetzung auf gesellschaftlicher und politischer Ebene zu beteiligen.


Der Wettbewerbsbeitrag soll zeigen, dass Ihre Schülerinnen und Schüler sich auf verschiedenen Ebenen mit globaler Entwicklung auseinandergesetzt haben, sich ihrer vielfältigen Möglichkeiten zur verantwortlichen Mitwirkung im globalen Entwicklungsprozess und zur aktiven Gestaltung eines nachhaltigen Miteinanders bewusst sind und gelernt haben, hieraus für sich umsetzbare Alternativen auszuwählen.

Einsendeschluss ist der 2. März 2020.

Hier geht es zu den Ausschreibungsunterlagen zur neunten Wettbewerbsrunde.


Schirmherr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

Wir sind Zeitzeugen einer Epoche, in der die weltweite Vernetzung rasch voranschreitet und große politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen mit sich bringt. Der Wettbewerb „alle für EINE WELT für alle“ gibt Schulen und Berufsschulen in unserem Land kluge Impulse, die helfen, dass die Bildung mit diesen globalen Entwicklungen Schritt hält. Denn Bildung muss ihren Teil dazu beitragen, damit unser Land den Weg zur globalen Partnerschaft für Sicherheit und Nachhaltigkeit weiter aktiv mitgestalten kann.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik ist ein Teamwettbewerb – Klassen, Arbeitsgemeinschaften, Lerngruppen aller Art können sich beteiligen. So wird die Bedeutung des Miteinanders betont. Denn die globale Partnerschaft für Nachhaltigkeit ebenso wie die weitere Entwicklung der Demokratie verlangen Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen zum sachlichen Dialog und zur konstruktiven Zusammenarbeit mit anderen.


Der EINE WELT-Song

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ ist eine Begleitmaßnahme des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik und fand 2017 zum zweiten Mal statt. Junge Talente zwischen 10 und 25 Jahren haben sich musikalisch mit den Themen der Globalen Entwicklung auseinandergesetzt und rund 500 selbst komponierte Songs für die EINE WELT eingereicht. Der erste Platz wird nun unter dem Titel „EINE WELT-Song“ die aktuelle Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik als Hymne begleiten und als professionelles Musikvideo produziert. Der aktuelle Gewinnersong ist „Mauern (Second ’89)“ und stammt von Gideon Glock und Konrad Mellentin alias Gideon ft. Franz Funke.
 
Hier gibt es mehr Informationen zum Song Contest!