Kategorie 3, 1. Preis
„Zeit für Action!“
Rehbergschule, Herborn (Hessen)
Die Rehbergschule in Herborn hat sich mit vielen Aktionen und Projekten den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung genähert. Dabei sind in den AGs der Klinikschule auch mehrere Songs entstanden.
Auszug aus dem Song „Zeit für Action“: "Der Countdown läuft, es ist Zeit zu handeln, Zeit für Action und die Welt zu wandeln! Damit Veränderung nicht stehenbleibt, haben wir nur noch wenig Zeit."
Loreen, 15 Jahre, erklärt: "Wir wollten da einfach mithilfe der SDGs ausdrücken, dass man die Welt verbessern sollte, vor allem für die, die jetzt noch nach uns kommen."
Dazu haben die Schülerinnen und Schüler die 17 Ziele kurz und verständlich für ihre ganze Schulgemeinschaft zusammengefasst.
Lehrer Jonathan Göbel, Leiter der Fairtrade-, Umwelt- und Musik-AG, erläutert: "Was sagt zum Beispiel SDG eins, „Keine Armut“? Das klingt so groß. Was genau sind Indikatoren, die sich bis 2030 da verändert haben müssen?"
Loreen, 15 Jahre, ergänzt: "Und was müssten wir tun, um diese SDGs auch wirklich in unser Leben fest reinzubringen? Und dann haben wir eben dazu Informationen rausgefunden und haben die aufgeschrieben, ausgedruckt, und dann haben wir die auf diese Kärtchen geklebt."
Mit Hilfe dieser Karten schrieben die Schülerinnen und Schüler dann ihren Song "Zeit für Action", mit dem sie auch andere zum Mitmachen inspirieren wollen.
Auszug aus dem Song „Zeit für Action“: "Für unsere Zukunft gibt´s so viel zu tun."
Mariella, 16 Jahre, stellt fest: "Es gibt zumindest so einen kleinen Ankurbelungseffekt, wenn man sieht, okay, da gibt es spezielle Ziele und da kann ich meinen Teil dazu beitragen."
Die AGs beschäftigten sich dabei auch mit dem Thema Fair Fashion.
Jaden, 17 Jahre, sagt: "Sich mal vor Augen führen, wie viel Ressourcen verbraucht werden. Und mal darüber nachzudenken, wie viel man selber verbraucht."
Mariella, 16 Jahre, ergänzt: "Auch so über den Weg, wie lange und wie viel das T-Shirt und die Jeans zum Beispiel braucht, bis es überhaupt erst in Deutschland ist, und wie viel Wasser da verbraucht wird, was für Arbeitsschritte da gebraucht werden, und vor allem, wie die Arbeitsbedingungen von den Arbeitern sind."
Mit einer Tape-Art-Ausstellung wollen sie über Produktionsbedingungen und Abläufe in der Textilindustrie informieren.
Mariella, 16 Jahre, berichtet: "Leute darüber aufklären, was überhaupt in der Welt so abgeht. Vor allem auch ihnen die Möglichkeit geben, selber die Überzeugung sammeln, okay, so und so kann ich was besser machen."
Die Jugendlichen engagieren sich auch im Fairtrade-Laden in Herborn. Ihre gesammelten Erkenntnisse verarbeiteten sie in dem Song "Konsum".
Auszug aus dem Song „Konsum“: "Vom Fleisch zum fairen Preis von Schuhen, über Kleidung und Vermeidung von Ressourcen."
Die Leiterin der Umwelt-AG Josefin Klur stellt fest: "Ich glaube, dass die Schülerinnen und Schüler sehr viel über ihr eigenes Konsumverhalten nachdenken."
Jaden, 17 Jahre, berichtet: "Da geht es um Produkte mit Palmöl, zum Beispiel Shampoos oder auch Lebensmittel."
Loreen, 15 Jahre, erzählt: "Und ich habe für mich einfach mitgenommen, dass ich mehr aufpasse, was ich mache, oder was ich eben konsumiere."
Jonathan Göbel, Leiter der Fairtrade-, Umwelt- und Musik-AG, stellt fest: "Die Themen haben bewegt, das habe ich gemerkt. Die Themen haben ein Stück weit auch einen Lernprozess in Gang gesetzt, der sich dann ein Stück weit auch entladen hat in den Texten. Und ich war begeistert, wie eigenständig und kreativ die Schüler das angenommen haben."
Auszug aus dem Song „Konsum“: "Die Zukunft liegt in unserer Hand, Verantwortung fällt vom Tellerrand, fruchtbarer Boden wird zu Sand, die Welt erkrankt, wo bleibt der Verstand?"
Ihre Songs haben die Jugendlichen veröffentlicht. Ihr Ziel: Mehr Menschen auf globale Herausforderungen aufmerksam machen.
Josefin Klur, Leiterin der Umwelt-AG, berichtet von der Intention des Projekts: "Dass man eine Veränderung immer feststellen kann. Also eine positive Veränderung auch. Und wir wollten dadurch auch einfach noch weitere Menschen motivieren."
Mariella, 16 Jahre, stellt fest: "Weil ich finde, dass wir die Welt, die wir haben, nicht einfach wegschmeißen können. Und ich will ja auch, dass irgendwann die Generationen, die nach mir kommen, auch einfach noch das Leben haben, was wir oder die Generationen vor uns hatten, wenn nicht sogar noch ein viel besseres Leben."
Alle Schülerinnen und Schüler rufen: "Zeit für Action! Alle für Eine Welt für alle!"